12. Woche Selbsttest Freeletics + Resümee

12. Woche 1.8.2016 – 14.8.2016

Letzte Wochen meines Selbsttests. Auch diese Trainingswoche zieht sich zwei Kalenderwochen lang. Die erste Woche war ich im Urlaub, da habe ich keine Workouts gemacht. Stattdessen war ich aber brav laufen – 3x je ca. 45 Minuten. Für die letzten drei Workouts fehlt mir fast schon die Motivation, aber es heißt durchbeißen!!

– Prometheus Standard (16:22) Mi

Uiiiiii, mich zu motivieren, fällt mir schwer! War auch nicht fit, aber musste ja sein. Dementsprechend hab ich auch 40 sek länger als meine PB gebraucht.

–  45 min Joggen + 2x Athena (13:30PB)Sa

Bei dem Prometheus Training musste ich insgesamt 110 Squats machen……und was soll ich sagen… 1 1/2 Wochen hab ich nicht trainiert, bin aber joggen gegangen (sogar Bergläufe) und trotzdem hab ich am nächsten Tag tatsächlich einen Muskelkater bekommen. Irgendwie traurig, oder?!?!?! Heute war ich erst 45 min Joggen, das hat gut getan. Nach ca. 1 Stunde Pause war dann 2x Athena dran. Beim Athena Workout habe ich eine neue PB aufgestellhjt. Jetzt nur noch ein Training und dann ist es geschafft.–> Gaia, oh no!!!!

– Gaia Standrad ()So

 

TOTALE MESSERGEBNISSE (Vergleich Anfang und Ende)

Es ist vollbracht! Jetzt bin ich natürlich gespannt, was sich in den letzten Monaten getan hat. Der größte Unterschied zeigt sich an Hüfte und Po, bei beiden 3cm weniger. Gesamter Gewichtsverlust beträgt fast zwei Kilo, trotz des Muskelaufbaus (Muskeln wiegen mehr als Fett). Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Insgesamt hat sich einiges getan, vor allem wurde alles viel straffer! Ich bin zufrieden. Aus meiner Sicht hält die App, was sie verspricht. Das sehe ich auch bei den positiven Veränderungen meiner Trainingspartner. Man muss dafür aber auch sehr hart arbeiten!

Gewicht: – 1,9 kg Körperfett: – 1,9% Muskelmasse: + 0,5%
Oberarm: – 1,5cm Hüfte: – 1,5cm Oberschenkel: – 0,7cm
Taille: – 3,0cm Po: – 3,0cm Waden: – 0,7cm

 

Abschließendes Fazit der 12 Wochen Challenge

Der 12 Wochen Selbsttest ist vorbei, juhuuuu! Abschließend kann ich sagen:

Die App ist sehr übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut. Die Workouts und Übungsvideos sind leicht verständlich dargestellt. Zudem versucht die App, so gut es eben geht, auf deine persönlichen Leistungen und Voraussetzungen einzugehen und schließt dein anschließendes Feedback (nach jedem Training) in die Gestaltung der nächsten Trainingswoche mit ein. Die zahlreichen im Netz kursierenden Vorher-Nachher-Fotos, mit denen Freeletics auch wirbt, haben (nach meinem Ermessen) seine Berechtigung. Das, was versprochen wird, kann man erreichen. Die Ergebnisse sprechen für sich! Man muss sich das aber auch alles selbst hart erarbeiten und viel Ehrgeiz, Schweis und Durchhaltevermögen investieren. Alles in allem wirkt die App sehr professionell und äußerlich ansprechend, finde ich.

Trotz all dem gibt es natürlich auch Dinge, die ich nicht gut finde. Besonders gestört haben mich die zahlreichen Übungen, die mir als „nicht gelenkfreundlich“ erscheinen. Das hat sich vor allem zu Beginn, durch mehrmalig auftretende Gelenkschmerzen bei all(!!) meinen Trainingspartnern, gezeigt.

Nach jeder Übung drückt man aufs Display, um die Einzelzeit zu stoppen und am Ende des ganzen Workouts wird noch eine Gesamtzeit angezeigt. Das motiviert natürlich, wenn du deine Zeiten mit denen der Trainingspartner und deiner eigenen damaligen vergleichen kannst. Allerdings verführt der ständige Zeitdruck auch leicht dazu, nur noch das Knacken der persönlichen Bestzeit (PB) im Fokus zu haben, anstatt die technisch richtige Ausführung. Apropos Zeitdruck! Bei jedem Workout sollst du alles geben und das in so kurzer Zeit wie möglich. Das bedeutet für die Praxis, dass du bei jedem Training an deine Leistungsgrenzen gehst und das 3-4 mal (je nach Einstellung) pro Woche! Das fordert jedes Mal maximalen Einsatz. Ich persönlich mag solche Herausforderungen gerne von Zeit zu Zeit, vor allem, wenn der Alltag entspannend war. In den Zeiten, in denen es aber eh schon stressig ist, fällt es mir sehr schwer auch nochmal im Workout volle Power zu geben und bis ans Leistungslimit zu gehen. Das ist natürlich Geschmacksache! Und wenn ich beim Thema stressiger Alltag bleibe…..Es gibt ja Wochen, in denen man zwei Workouts an einem Tag absolvieren soll. Das ist natürlich zeitlich gar nicht so leicht unterzubringen in einer normalen Arbeitswoche.

Der letzte negative Aspekt betrifft die letzte Trainingswochen der App. Diese Woche habe ich bei meinem Trainingspartner mitverfolgt. In dieser Hell Week soll jeden Tag ein Workout durchgeführt werden, ohne Pause. Die Workouts wechseln sich zwar in leichtere und schwere ab, habe es aber nochmal so richtig in sich. Als Training des  „mentalen Durchhaltevermögens“ wird es gerechtfertigt. 7 Tage Training (auf diesem hohen Niveau) ohne Erholungspausen, das widerspricht jeglichen Basics der Trainingslehre und zudem ihrer eigenen Philosophie, die immer die Wichtigkeit von Pausen betont hat und sogar einen Stopp eingebaut hat, der es nicht erlaubt unter 5 Tagen eine neue Trainingswoche zu beginnen. Erscheint mir absolut nicht sinnvoll. Aus diesem Grund habe ich keine anschließende Hell Week gemacht.

Trotz der längeren Ausführung der negativen Aspekte ist die App alles in allem, aus meiner Sicht, positiv zu bewerten, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Die App würde ich nur jungen körperlich gesunden Menschen empfehlen, die bereits ein gewisses Grundwissen über Sport und Trainingsprinzipien mitbringen, damit sie selbst einschätzen können, wann Übungen, Trainingsbelastungen und Trainingshäufigkeiten eher gesundheitsschädigend als fördernd werden. Kein virtueller Coach einer App der Welt kann eben(zumindest zum jetzigen Zeitpunkt;)) einen menschlichen Personalcouch ersetzen.

 

Zoe M.

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